Echte Balance beginnt im Körper - dein Nervensystem als Basis
Shownotes
Warum fühlen wir uns oft erschöpft, obwohl wir „Pause machen“? In dieser Episode von Treffpunkt.Balance tauchen wir tiefer in die Basis echter Balance ein: dein Nervensystem.
Du erfährst:
• den Unterschied zwischen Stressmodus (Sympathikus) und Regenerationsmodus (Parasympathikus) • warum Abschalten nicht automatisch Entspannung bedeutet • welche Rolle der Vagusnerv für Ruhe, Schlaf und Energie spielt • wie Handy- und Social-Media-Nutzung unser Nervensystem ständig aktiviert
Anhand der Geschichte von Luise wird deutlich, warum viele Frauen abends zwar müde, aber innerlich angespannt sind – und weshalb Ablenkung oft keine echte Erholung bringt.
✨ Praktischer Impuls der Folge: Eine einfache Atemübung mit verlängerter Ausatmung, die dein Nervensystem sanft vom Stress- in den Erholungsmodus führt – ideal für zwischendurch oder abends zum Runterkommen.
💡 Wusstest du schon? Schon wenige Minuten langsames Atmen können Herzfrequenz und Stresslevel senken und deinem Körper signalisieren, wieder in die Regeneration zu wechseln.
🎙 Ausblick auf die nächste Folge: Warum Bewegung ein natürlicher Energiebooster ist – auch ohne Sportprogramme – und wie kleine Einheiten große Wirkung haben können.
Transkript anzeigen
00:00:01: Was bedeutet Balance eigentlich wirklich?
00:00:05: Nicht perfektes Gleichgewicht, sondern mit den Höhen und Tiefen des Lebens umgehen zu können, ohne aus der Bahn geworfen zu werden.
00:00:14: Willkommen bei Treffpunkt Balance, deinem Podcast für mehr Wohlbefinden im Alltag.
00:00:20: Ich bin Tina Suman, Scherzo und TCM-Praktikerin, TCM Ernährungsberaterin und Gesundheitscoach.
00:00:27: In diesem Podcast verbinde ich ganzheitliche Ansätze aus der traditionellen chinesischen Medizin mit modernen Erkenntnissen aus der Stressforschung, Ernährung und Neurowissenschaft.
00:00:38: Alltagstauglich und persönlich.
00:00:41: Freu Dich auf wechselnde Themen rund um Selbstfürsorge, Jahreszeiten, Frauenthemen und echte Herausforderungen aus dem Alltag.
00:00:50: Treffpunkt Balance.
00:00:51: Dein wöchentlicher Ort für mehr hohe Energie und Lebensfreude.
00:00:59: In der letzten Folge haben wir darüber gesprochen, warum dein Körper jetzt oft müde ist und warum das nichts mit fehlender Motivation zu tun hat, sondern mit echter Umstellung im Körper.
00:01:11: Heute gehen wir einen Schritt tiefer, denn selbst wenn du mehr Schlaf bekommst oder dir Pausen nimmst, fühlst du dich manchmal trotzdem nicht erholt.
00:01:19: Und das hat sehr viel mit deinem Nervensystem zu tun.
00:01:23: Genauer gesagt damit, ob dein Körper überhaupt in den Regenerationsmodus schalten kann.
00:01:29: Viele Frauen fühlen sich trotz Pausen nicht wirklich erholt.
00:01:33: In dieser Folge erfährst du, warum Entspannung nicht im Kopf beginnt, sondern im Nervensystem.
00:01:39: Ich erkläre dir das Zusammenspiel von Sympathikus und Parasympathikus, die Rolle des Vargusnervs und wie Stress, Handy und Social Media Nutzung unser inneres System beeinflussen.
00:01:51: In dieser Folge geht es um Stressmodus und Regenerationsmodus im Körper.
00:01:56: warum wir oft nicht abschalten können, wie der Vargus-Nerv Entspannung ermöglicht und der Einfluss von Dauer-Erreichbarkeit auf unser Nervensystem.
00:02:06: Und natürlich gibt es wieder einen praktischen Impuls.
00:02:10: Vor kurzem kam eine Klientin zu mir in der Praxis.
00:02:13: Nennen wir sie Luise.
00:02:15: Luise ist einundvierzig, arbeitet Teilzeit, zwei Kinder, Hausmann, Garten und Katze.
00:02:22: Sie setzte sich und sagte gleich, Ich weiß, ich soll mich mehr entspannen, aber egal was ich mache, mein Kopf hört einfach nicht auf.
00:02:30: Abends liegt sie auf der Couch, scrollt durch Instagram, schaut Serien, liest Nachrichten und trotzdem fühlt sie sich nie wirklich erholt.
00:02:39: Vielleicht kennst du das ja auch.
00:02:41: Viele Frauen glauben, Entspannung bedeutet nichts tun, doch unser Körper funktioniert anders.
00:02:48: Entspannung ist kein Zustand, den wir denken können.
00:02:52: Entspannung ist ein Zustand.
00:02:53: den unser Nervensystem herstellen muss.
00:02:57: Unser autonomes Nervensystem steuert unbewusst viele Prozesse im Körper, Herzschlag, Atmung, Verdauung, Hormonhaushalt, Muskelspannung usw.
00:03:08: Es besteht im Wesentlichen aus zwei Gegenspielern, dem Sympathikus, unserem Stress- und Aktivierungsnerv und dem Parasympathikus, unserem Ruhe- und Regenerationsnerv.
00:03:21: Der Sympathikus ist dafür da, uns leistungsfähig zu machen.
00:03:25: Wenn er aktiv ist, steigt der Puls, die Atmung wird schneller, die Muskeln spannen sich an und die Verdauung wird gedrosselt.
00:03:32: Eine sinnvolle Reaktion auf Gefahrensituationen.
00:03:36: Der Parasympathikus ist für das Gegenteil zuständig.
00:03:40: Er senkt den Puls, vertieft die Atmung, aktiviert die Verdauung und fördert Heilung und Energieaufbau.
00:03:48: Kurz gesagt.
00:03:49: Hier regeneriert der Körper.
00:03:53: Das Problem heute.
00:03:55: Viele Frauen leben fast dauerhaft im Sympathikus-Modus.
00:03:59: Nicht wegen echter Gefahren, sondern wegen Dauerstress.
00:04:03: Termine, To-dos, Mental Load, ständige Erreichbarkeit für viele Frauen gar nichts mehr Besonderes eher selbstverständlich, denn der Alltag muss ja laufen.
00:04:13: Das Nervensystem unterscheidet nicht zwischen echter Gefahr und mentalem Stress.
00:04:18: Für den Körper ist beides Alarm.
00:04:22: Luisa erzählt mir, dass sie abends völlig erschöpft ist, aber innerlich trotzdem angespannt.
00:04:27: Und das ist ein typisches Zeichen dafür, dass der Parasympathikus kaum noch zum Zug kommt.
00:04:36: Und jetzt kommt ein spannender Punkt.
00:04:39: Auch Handy- und Social-Media-Nutzung halten unser Nervensystem häufig im Stressmodus.
00:04:44: Jede neue Nachricht, jeder Post, jede Information aktiviert unser Gehirn.
00:04:50: Dopamin wird ausgeschüttet, das hält uns wach und aufmerksam.
00:04:54: Studien zeigen, dass ständige Scrollen das Nervensystem eher aktiviert als entspannt.
00:05:01: Das bedeutet, auch wenn wir körperlich ruhen, bleibt unser Nervensystem im Alarmzustand.
00:05:07: Deshalb fühlen sich viele nach einer Stunde am Handy nicht erholt, sondern eher leer oder unruhig.
00:05:14: Luisa war überrascht, als sie merkte, eigentlich entspann ich mich ja gar nicht, ich lenke mich nur ab.
00:05:20: Und das ist ein großer Unterschied.
00:05:24: Echte Entspannung bedeutet, dem Körper Sicherheit zu signalisieren.
00:05:27: und hier kommt der Parasympathikus ins Spiel, besonders ein Teil davon, der Vargusnerv.
00:05:35: Der Vargusnerv ist der wichtigste Nerv für Ruhe und Regeneration.
00:05:40: Er verbindet Gehirn mit Herz, Lunge, Magen und Darm.
00:05:44: Wenn er aktiv ist, wird der Puls ruhiger, die Atmung tiefer, die Verdauung besser, Das Stresslevel sinkt.
00:05:53: Man kann ihn gezielt stimulieren durch einfache Dinge, wie zum Beispiel langsames Ausatmen, Summen oder Singen, warmes Duschen, ruhige Bewegung, bewusstes Atmen.
00:06:09: All diese Reize sagen dem Körper, du bist sicher.
00:06:14: Und Sicherheit ist die Voraussetzung für Regeneration.
00:06:19: In meiner Praxis arbeite ich sehr viel mit genau diesen Prinzipien, ob im Scherzo, wo sanfte dynamische Bewegungen direkt den Parasympathikus ansprechen oder im ganzheitlichen Gesundheitscoaching.
00:06:31: Und immer wieder erlebe ich, wenn das Nervusystem zur Ruhe kommt, lösen sich auch viele andere Beschwerden.
00:06:39: Die Verdauung wird besser, der Schlaf tiefer, Verspannungen lassen ein wenig nach und Energie, die kommt zurück.
00:06:48: Luisa begann damit, abends dreißig Minuten vor dem Schlafengehen das Handy wegzulegen.
00:06:55: Stattdessen geht sie jetzt warm duschen und hat sogar in der Früh mehr Zeit, um den Tag ruhiger zu starten.
00:07:01: Und beim letzten Termin vor kurzem erzählte sie mir, dass sie besser schläft und sich morgens viel erholter fühlt.
00:07:10: Kleine Veränderungen bewirken Großes.
00:07:14: Und genau deshalb ist Nervensystem-Regulation die Basis für alles Weitere.
00:07:21: Deswegen starten wir auch im Frühlingsprogramm Körper, Kopf und Energie genau hier, aber dazu später mehr.
00:07:32: Ein praktischer Impuls für deinen Alltag heute ist eine Möglichkeit den Parasympathikus anzusprechen und eine regulierende Atemübung mit verlängerter Ausatmung.
00:07:43: Damit leitest du dein Nervensystem aus dem Stressmodus in den Erholungsmodus.
00:07:49: über eine bewusste, langsame Ausatmung.
00:07:54: Nimm dafür eine bequeme Haltung ein.
00:07:57: Wenn du magst, kannst du anfangs auch die Hände auf Bauch oder Brust legen, so kannst du die Atmung direkter wahrnehmen.
00:08:06: Wir beginnen ruhig durch die Nase einzuatmen für vier Sekunden.
00:08:10: Die Atmung fließt viel weiter nach unten als bis zu den Schultern.
00:08:15: Stell dir vor, du füllst deinen Bauch wie einen Ballon.
00:08:22: Atme nun langsam durch den Mund aus.
00:08:25: Öffne dabei deine Lippen leicht, als würdest du eine Kerze ausblasen.
00:08:30: Die Ausatmung ist bewusst länger, ca.
00:08:33: sechs bis acht Sekunden.
00:08:34: Und wenn du etwas Übung hast, auch gerne länger.
00:08:38: Wiederhole diese Atemübung, ca.
00:08:40: zehnmal oder, bis du einen Effekt spürst.
00:08:45: Achte dabei, dass du entspannt atmest.
00:08:48: den Atem zwischen den Zyklen nicht anhältst oder presst und die Schultern entspannt nach unten hängen.
00:08:56: Der Atem darf ruhig fließen.
00:08:58: Diese Übung kannst du überall und jederzeit durchführen, wenn du das Gefühl von Stress und Anspannung fühlst.
00:09:08: Wusstest du schon, dass schon fünf Minuten langsames Atmen mit verlängerte Ausatmungen messbare Effekte auf dein Nervensystem haben können?
00:09:17: In Studien zur sogenannten Entspannungsreaktion zeigte sich, nach nur wenigen Minuten ruhiger langsamer Atmung sinken Herzfrequenz und Blutdruck, Stresshormone nehmen ab und der Körper schaltet spürbar in den Regenerationsmodus.
00:09:34: Besonders das längere Ausatmen ist entscheidend, um das Nervensystem zu beruhigen.
00:09:40: Kurz gesagt, schon fünf Minuten bewusstes Atmen können deinem Körper signalisieren von Stress auf Erholung umzuschalten.
00:09:50: Und wenn du beim Zuhören merkst, ja genau das brauche ich, mehr Ruhe im System, weniger innere Alarm, dann nimm diese Folge ruhig als kleinen Startpunkt.
00:10:01: In meinem neuen Frühlingsprogramm Körper, Kopf und Energie ist Nervensystemregulation ein fester Baustein.
00:10:09: mit kurzen Audios, einfachen Tools und alltagstauglichen Übungen, so dass du das nicht zusätzlich machen musst, sondern in deinen Alltag integrieren kannst.
00:10:19: Ein vier Wochen Programm online in deinem Tempo.
00:10:23: Alle Infos dazu findest du auf meiner Homepage.
00:10:27: Danke, dass du dir heute Zeit für dich genommen hast.
00:10:32: In den nächsten Folgen geht es weiter, denn wenn das Nervensystem sich sicherer fühlt, kann der Körper viel leichter in Energiebewegung und sanftes Loslasten kommen.
00:10:42: In der nächsten Folge schauen wir uns an, warum Bewegung ein natürlicher Energiebruster ist, auch ohne Sportprogramme.
00:10:49: Wie Stress und Verspannungen mit Bewegungsmangel zusammenhängen, warum schon kleine Einheiten große Wirkung haben und wie Bewegung dein Nervensystem, deinen Stoff wechselt und deine Stimmung positiv beeinflusst.
00:11:04: Ich freue mich, dass du den Podcast bis zum Schluss gehört hast.
00:11:07: Hast du Themenwünsche, so schreib mir gerne.
00:11:10: Wenn dir Treffpunkt Balance gefallen hat, abonniere gerne den Podcast.
00:11:14: Teile ihn mit Frauen, die dir wichtig sind und lass mir auch deine Bewertung dar.
00:11:18: So hilfst du mir, den Podcast auch für andere Frauen sichtbar zu machen.
00:11:24: Ich freue mich auf dich, wenn es nächsten Mittwoch wieder heißt.
00:11:27: Treffpunkt Balance.
00:11:28: Dein Podcast für mehr Wohlbefinden in deinem Alltag.
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