Multitasking – Superkraft mit Nebenwirkungen
Shownotes
Multitasking gehört für viele Frauen ganz selbstverständlich zum Alltag. Zwischen Arbeit, Familie, Haushalt, Organisieren, Mitdenken und den eigenen Bedürfnissen läuft oft vieles gleichzeitig. Doch genau dieses dauernde Umschalten kann viel Kraft kosten.
In dieser Folge spreche ich darüber, warum Multitasking uns oft nicht schneller macht, sondern innerlich voller, unruhiger und erschöpfter. Ich teile persönliche Erfahrungen, ordne das Thema aus Sicht des Nervensystems und der TCM ein und zeige, warum Präsenz im Alltag oft so wohltuend sein kann.
In dieser Episode geht es um: – warum ständiges Umschalten Energie kostet – was Mental Load mit Erschöpfung und innerer Unruhe zu tun hat – wie Multitasking Konzentration und Nervensystem beeinflusst – was die TCM zu Mitte, Shen und Leber-Qi sagt – warum kleine Inseln von Präsenz im Alltag so wertvoll sind
Praktischer Impuls aus der Folge: Frag dich im Alltag immer wieder: Was ist jetzt gerade die eine Sache? Nicht alles auf einmal. Nur der nächste Moment.
Wusstest du schon? Multitasking ist in vielen Fällen gar kein echtes Gleichzeitigtun, sondern ein schnelles Umschalten zwischen Aufgaben. Genau dieses Umschalten braucht Energie, Aufmerksamkeit und kann uns schneller erschöpfen.
Wenn du dich in dieser Folge wiedererkennst, freue ich mich sehr, von dir zu hören. Schreib mir gern deine Gedanken, Fragen oder eigenen Erlebnisse an: tina@shiatsu-freiraum.at
Ausblick auf die nächste Folge: In der nächsten Episode schauen wir uns an, was wir von Kindern über Präsenz, echtes Eintauchen und Regeneration lernen können.
Transkript anzeigen
00:00:02: Kennst du das?
00:00:02: Wenn du eigentlich nur schnell den Geschirrspüler ausräumen willst und gleichzeitig aber schon bei der nächsten Nachricht bist, im Kopf die To-do-Liste weiter rennt.
00:00:12: Und du nebenbei auch noch versuchst zuzuhören was jemand dir gerade sagt!
00:00:17: Du räumst den Geschierspüler weiter aus hörst zu greifest schnell zum Heferl und dann fällt es dir aus der Hand und zerschäpert am Fußboden Und statt, dass du Zeit gespart hast, hast du Scherben am Boden, musst alles wegräumen und dein Puls der rast gerade gefühlt davon.
00:00:36: Wenn dir das bekannt vorkommt dann bist du heute bei dieser Folge genau richtig denn genau solche Momente die kenne ich selbst auch sehr gut.
00:00:45: deshalb reden wir heute übers Multitasking und ob das denn wirklich funktioniert?
00:00:50: Und wenn wie!
00:00:55: Herzlich willkommen beim Treffpunkt Balance Deinem Podcast für mehr Wohlbefinden im Alltag.
00:01:03: Ich bin Tina Suman, Tcm und Scherzo-Praktikerin sowie Tcm Ernährungsberaterin seit vielen Jahren in eigener Praxis.
00:01:11: Ich begleite Frauen mitten im Leben rund um die Themen Zyklus Kinderwunsch und Ernährung auf ihrem Weg zu mehr Leichtigkeit und Balance im Alltag.
00:01:22: In diesem Podcast verbinde ich die Tcm mit modernen Erkenntnissen aus der Ernährenswissenschaft, Neurowissenschaft Und Frauengesundheit und Hormonen.
00:01:32: Schön, dass du heute wieder dabei bist!
00:01:37: Herzlich willkommen zur neuen Folge bei Treffpunkt Balance.
00:01:41: Multitasking – ein großes Thema in unserem Alltag.
00:01:46: Die Situation die ich dir zu Beginn erzählt habe ist bei mir immer wieder Thema Gott sei Dank nicht ganz so schlimm das sich mir jede Woche neues Geschirr kaufen muss.
00:01:56: aber Ich merke oft, dass ich etwas lese und gleichzeitig glaube, ich kann nebenbei auch noch richtig zuhören.
00:02:02: Und dann passiert aber genau das Gegenteil – ich höre nicht richtig hin oder ich überlese etwas Wichtiges, weil ich glaube, es geht noch schnell mit!
00:02:10: Am Ende bin ich weder beim einen noch beim anderen wirklich dabei.
00:02:16: Bei vielen Gesprächen in den Frauen in meiner Praxis kommt immer wieder das Thema Multitasking auf und es gehört dabei für uns ja einfach dazu, bisschen eine Art von Superpower ist, oder?
00:02:29: So dieses Gefühl mehrere Dinge gleichzeitig stemmen zu können und uns auch dessen bewusst zu sein dass es schon oft mehr Kraft kostet als wir im ersten Moment glauben.
00:02:43: Viele Frauen haben ja im Alltag oft gar nicht die Wahl ob sie jetzt nur eine Sache nach der anderen machen oder mehrere Dinge gleichzeitig.
00:02:51: Es läuft ja oft vieles gleichzeitig.
00:02:53: Kinder, Arbeit, Termine, Haushalt, Nachrichten, Mitdenken, Organisieren, Planen und so weiter... Und dann kommen vielleicht auch noch die körperlichen Zeichen dazu wie Beschwerden, die der Körper zeigt, Müdigkeit oder schlechter Schlaf?
00:03:09: Und genau darum geht es heute in dieser Folge!
00:03:13: Wir schauen uns an, wie wir mit Multitasking am einfachsten umgehen können, sodass es uns am wenigsten belastet.
00:03:22: Aus der Sicht der Neuroforschung ist nämlich interessant, dass unser Gehirn bei den meisten komplexeren Dingen gar nicht wirklich gleichzeitig arbeitet.
00:03:32: Was wir als Multitasking erleben, ist oft eher ein schnelles Umschalten zwischen verschiedenen Aufgaben – in der Forschung spricht man hier von Task-Switching oder vom sogenannten Switch-Costs.
00:03:44: Gemeint ist damit sobald wir von einer Aufgabe zum nächsten wechseln wird das Gehirnen kurz neu gefordert!
00:03:51: Und genau dieses Umschalten kostet Zeit, Aufmerksamkeit und oft auch Genauigkeit.
00:03:58: Die Studien zeigen dass Menschen nach einem Aufgabenwechsel typischerweise langsamer reagieren und mehr Fehler machen als dann wenn sie bei derselben Aufgabe bleiben.
00:04:08: das umschalten zwischen den Aufgaben gilt dabei als Teil der exekutiven Funktionen und ist eng mit Aufmerksamkeitssteuerung, Arbeitsgedächtnis und kognitiver Flexibilität verbunden.
00:04:22: Das erklärt auch warum man sich nach einem Tag voller kleiner Unterbrechungen oft so erschöpft fühlt obwohl man gefühlt ständig beschäftigt war.
00:04:32: Man war nicht faul!
00:04:33: Man war nicht unorganisiert, man war einfach die ganze Zeit damit beschäftigt wieder neu anzusetzen, wieder neu hinzuschalten und wieder neu zu sortieren.
00:04:43: Und genau dieses dauernde Innere springen das spüren viele nicht nur im Kopf sondern im ganzen Körper.
00:04:49: Manche merken es an einer inneren Unruhe andere daran dass sie schneller gereizt sind.
00:04:55: Wieder andere schlafen schlechter oder vergessen mehr hören nicht richtig hin oder haben das Gefühl bei nichts mehr richtig anzukommen.
00:05:04: Auch Unterbrechungen von außen spielen dabei eine Rolle.
00:05:08: Forschungen zu Arbeitsunterbrechung und Benachrichtigungen zeigen, dass solche Störungen Ressourcen verbrauchen weil sie genau dieses aufwendige Umschalten erzwingen.
00:05:19: Gleichzeitig gibt es Hinweise darauf das weniger unterbrechungsbedingte Ablenkung der Leistung gottut und Belastung reduzieren kann.
00:05:28: Und ich finde gerade wir Frauen mitten im Leben kennen diesen Zustand ja besonders gut!
00:05:34: Und nicht weil wir grundsätzlich vielleicht empfindlicher sind als Männer, sondern weil wir Frauen über lange Zeit gelernt haben alles mitzudenken.
00:05:43: Nicht nur das Offensichtliche, sondern auch das was im Hintergrund läuft.
00:05:48: Wer braucht neue Schuhe?
00:05:49: Wann ist der nächste Termin?
00:05:50: Wanne muss eingekauft werden?
00:05:52: Wer hat woran zu denken?
00:05:54: Was darf ich nicht vergessen!
00:05:55: Wie geht's den Kindern?
00:05:56: wie geht es meinen Eltern?
00:05:58: Was ist beruflich noch offen?
00:06:00: und wann kümmere ich mich eigentlich um mich selbst?
00:06:04: Diese ständige Mitdenken, das ist Arbeit.
00:06:07: Und auch wenn man es von außen gar nicht so sieht oder wahrnimmt und wenn dann noch zum Beispiel Schlafmangel, Energielosigkeit, emotionale Erschöpfung, das prämen, menschrelle Symptom oder vielleicht die Hormone beginnen einen kleinen Zirkus im Zyklus zu veranstalten und die Anzeigen einer beginnenden Menopause mal lauter oder leiser rufen?
00:06:29: Dann wird genau... dieses dauernde Umschalten oft noch viel anstrengender.
00:06:35: Und viele Frauen merken dann irgendwann, und das ist oft Thema in der Praxis, dass ich gerade sehr häufig höre... Ich schaffe das alles nicht mehr so wie früher!
00:06:46: Da schließe ich mich gar nicht aus, da geht es mir genau gleich.
00:06:51: Das ist ein wichtiger Punkt dafür, dass der Körper jetzt zeigt wanns zu viel ist nicht mehr geht, permanent über seine Grenzen drüber zu gehen und dass er manchmal auch vielleicht sagen will es kostet einfach so viel.
00:07:09: Das merke ich zum Beispiel gerade nach einer sehr sehr fordernden Woche wie das letzte woch war, wo einfach viele berufliche und private Themen zusammengekommen sind die jedes für sich zwar großartig waren aber in Summe einfach so ein Ballon geworden ist der mich das ganze Wochenende lang sehr beschäftigt hat und wo ich nach der letzten Aktion am Samstag, Nachmittag oder Abend wirklich den ganzen Sonntag nur gebraucht habe um mich selbst wieder einigermaßen in die Spur zu bringen.
00:07:41: Und genau darum geht es!
00:07:43: Es geht nicht immer darum alles perfekt zu machen.
00:07:47: Es gibt diese Wochen die einfach so vollgepflastert sind mit Aufgaben aber wichtig ist dann wieder gut darauf zu schauen.
00:07:56: Wenn wir uns das jetzt mit dem Blick der TCM anschauen, dann kann man Multitasking so übersetzen als etwas dass die Mitte schwächt.
00:08:04: Dass den Geist unruhig macht und dass die Leber zusätzlich unter Druck setzt.
00:08:09: Die Mitte also vereinfacht gesagt Milz- und Magen stehen in der TCm ja stark für die Verarbeitung fürs Sortieren, fürs Sammeln und für die Stabilität.
00:08:20: Wenn ständig zu viel gleichzeitig daherkommt, wenn wir also innerlich dauernd springen, entscheiden und reagieren mit Denken
00:08:27: usw.,
00:08:28: dann füllen wir vielleicht nicht nur irgendwann eine Erschöpfung, sondern auch im gesamten System.
00:08:34: Man bekommt vielleicht auch Magenschmerzen weil man den ganzen Wustern an Dinge nicht mehr vertauen kann oder man fühlt sich oft müde zäh, zerstreut oder innerlich vernebelt.
00:08:48: Und gleichzeitig braucht ja auch unser Herz Ruhe.
00:08:51: In der TCM sagt man, dass das Herz den Schen beherbergt – also unsere geistige Klarheit, unsere Präsenz und unser inneres Dasein!
00:09:01: Wenn wir ständig zu viele Reize gleichzeitig an uns ziehen dann wird auch diese innere Klarheit unruhiger.
00:09:08: Dann sind wir körperlich irgendwo aber innerlich schon wieder beim Nächsten.
00:09:15: die in der TCM viel mit Spannung, Druck dem freien Fluss und auch mit Gereiztheit zu tun hat.
00:09:22: Wenn der Alltag dauernd eng ist schnell und zuviel verlangt wird dann staut sich oft genau dort etwas.
00:09:29: Dann kann sich das auch unterschiedlich zeigen in Gereitztheit, in Anspannung im inneren Druck oder im Gefühl dass man nur noch funktioniert.
00:09:39: Deshalb würde ich sagen, Multitasking das bündelt unsere Energie oft nicht auch nicht aus TCM Sicht.
00:09:45: Es zerstreut sie und da spannende es.
00:09:48: viele Frauen merken das intuitiv.
00:09:51: Sie spüren längst dass sie nicht wirklich schneller sind wenn sie alles gleichzeitig machen.
00:09:56: Sie werden eher hektischer und achtsamer unverbundener mit sich selbst.
00:10:01: Und dann kommt das Hefal das plötzlich runter fällt zum Beispiel oder das Gespräch, bei dem man nur halb da ist.
00:10:07: Oder die Nachricht, die man zwar gelesen hat aber nicht wirklich aufgenommen hat.
00:10:12: und genau deshalb ist mein Impuls für dich heute kein perfekter Selbstoptimierungstipp.
00:10:19: Ich möchte dir nichts sagen.
00:10:20: mach ab heute nie wieder Dinge gleichzeitig.
00:10:22: Das wäre ja weder realistisch noch hilfreich.
00:10:25: Mein Impuls ist viel kleiner Aber vielleicht umso wirksamer.
00:10:29: Frag dich heute ein paar Mal ganz bewusst.
00:10:32: Was ist jetzt gerade die eine Sache?
00:10:37: Nicht die zehn Sachen danach, nicht das ganze Backel nur die Eine Sache!
00:10:42: Wenn du den Geschirrspüler ausräumst dann räume für diesen Moment den Geschirspüler aus.
00:10:46: Freue dich am schönen Geschirrt, dass du hast.
00:10:49: Wenn du einen Nachricht liest, dann liest die Nachricht.
00:10:53: Wenn Du jemanden zuhörst, dann hör für diesem Moment zu und wenn Du isst... Dann ist.
00:11:01: Das klappt natürlich nicht den ganzen Tag, aber schau dass du dir für diesen Impuls immer wieder Inseln schaffst wo du genau nur diese eine Sache
00:11:10: machst.
00:11:12: Denn genau solche Momente die können deinem Nervensystem wieder zeigen.
00:11:18: ich darf bei einer Sache bleiben.
00:11:20: Ich muss nicht dauernd springen!
00:11:22: Ich darf wieder mehr ankommen und oft beginnt Entlastung nicht damit noch mehr zu schaffen sondern damit weniger gleichzeitig halten zu müssen.
00:11:34: Und nimm dir bitte für diese Folge gerne das alles mit, für deinen Alltag!
00:11:39: Du musst nicht alles gleichzeitig schaffen um eine Superpower zu haben.
00:11:45: Schau dir deinen Alltag an und überlege wo dir die Umschalterei zwischen den verschiedenen Aufgaben weniger ausmacht, weil du vielleicht mehr Zeit oder Ruhe hast.
00:11:56: Und dann schau welche Aufgaben, die du nebeneinander machst eigentlich mehr Kraft kosten als sie dir Zeit schenken.
00:12:03: und genau dort kannst du ansetzen.
00:12:06: Versuch dann genau bei einer einzigen Sache zu sein!
00:12:11: Und dies siehst Du durch ohne Ablenkungen Und dann feiere dich, weil du sie ganz bewusst abgeschlossen hast ohne nebenbei eh schon wissen irgendwas anderes zu tun.
00:12:23: Also viel Spaß beim Ausprobieren!
00:12:26: Ich sag danke dass Du heute wieder mit dabei warst und freue mich schon auf die nächste Woche.
00:12:31: In der nächsten Woche schließen wir genau bei diesem Thema an Denn wenn wir Kinder beobachten dann sehen wie oft etwas das uns im Erwachsenenalltag leider verloren gegangen ist Echtes eintauchen volle Präsenz und ein ganz natürliches Pendeln zwischen Aktivität und Erholung.
00:12:50: Wir schauen uns das nächste Mal also an, was wir von Kindern über Ankommen, Aufmerksamkeit und Regeneration abschauen können!
00:12:58: Ich freue mich wenn du wieder dabei bist.
00:13:01: So jetzt möchte ich mich noch bedanken – ich habe letztens wieder die Bewertungen angesehen.
00:13:07: Vielen vielen Dank für die zahlreichen tollen Bewertung.
00:13:10: Ich freue mich da wirklich so sehr drüber, weil der Podcast ja beim Einsprechen ziemlich einseitig ist und wenn dann so tolle Bewertungen zurückkommen, dann ehrt mich das wirklich sehr und macht mich sehr dankbar.
00:13:22: Also wenn dir der Podcast gefällt, dann freue ich mich über deine weiteren Bewertung gleich direkt dort wo du ihn gerade hörst oder wenn du ihn an deinen lieben Menschen um dich herum weiterleitetest denn so hilfst du mir auch den Podcast unter die Frauen zu bringen!
00:13:38: Ich sage jetzt schon einmal vielen, vielen Dank und bis nächste Woche.
00:13:42: Ich freue mich auf dich!
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